Herzlich willkommen bei CONZEPT!

Investitionen und technische Projekte mit Umweltbezug bergen immer ein gewisses Risiko, zum Beispiel über die ungewollte Freisetzung von Schadstoffen, die Folgen eines falsch eingeschätzten Grundwasserspiegels oder eine nicht rechtzeitig erkannte umweltrelevante Vorschädigung des Grundstückes. Durch die Beteiligung des nötigen Sachverstandes wird dieses Risiko beherrschbar. Wir bieten Ihnen ein breites Portfolio an Erfahrungen und den zugehörigen Beratungs- und Planungsleistungen in den Bereichen Boden, Wasser und Lebensraum. Informieren Sie sich und fordern Sie uns! Wir freuen uns darauf.


STANDPUNKT

David gegen Goliath - im wahren Leben nicht immer eine Erfolgsgeschichte
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Anerkannter Sachverstand, langjährige Projekterfahrung, ein ausgezeichnetes Bearbeitungskonzept, verlässliche Projektpartner - alle diese Eigenschaften reichen nicht aus, um im alltäglichen Kampf der kleinen Ingenieurbüros gegen die großen Mitbewerber um die wenigen lukrativen Projekte industrieller oder größerer institutioneller Aufraggeber zu bestehen. Viel zu häufig werden immer noch Kriterien wie Mitarbeiteranzahl und Umsatz als Qualifikationsmerkmal einer Vergabeentscheidung zugrunde gelegt. Dabei steht und fällt doch beinahe jedes Umweltprojekt mit dem Engagement und der Sachkenntnis des projektverantworlichen Bearbeiters und der kann, egal wie viele Mitarbeiter oder welchen Umsatz sein Unternehmen vorweisen kann, nicht beliebig ersetzt werden. Insofern unterscheiden sich die fachlichen Rahmenbedingungen bei kleinen und großen Wettbewerbern nicht, denn ein Ausfall kann in keinem Fall leicht kompensiert werden. Der Umsatz ist erst recht kein Qualitätsmerkmal, denn welcher Zusammenhang besteht zwischen einer höheren Anzahl bearbeiteter Projekte (= höherer Umsatz) und der Qualität ihrer Ausführung? Eine Änderung dieser Vergabepraxis ist leider nicht in Sicht und sie gipfelt in Präqualifikationsprozessen, die hinsichtlich der Bewertungskriterien nicht mehr unterscheiden zwischen Bewerbern für industrielle Großprojekte und freiberuflichen Umweltberatern.         

Hat der Nachwuchs eine Chance?
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Die Arbeitsbelastung der etablierten Altlastengutachter steigt, die Projektmargen sinken. Diese Entwicklung hält nach dem Eindruck des Autors seit Längerem an und scheint sich in ihrem Trend auf absehbare Zeit nicht umzukehren. Dies hat unmittelbare Folgen für die Unternehmen, denn die Nachwuchsförderung bleibt auf der Strecke. Einerseits können sich Unternehmen unerfahrene Mitarbeiter, deren betriebsinterne Ausbildung Zeit und Geld kostet, kaum noch leisten. Andererseits sind die wenigen verfügbaren Jobangebote oftmals so bescheiden dotiert, dass Studienabgänger branchenfremde Arbeitsplätze bevorzugen. Es ist vorhersehbar, dass das Gutachterwesen im Altlastenbereich vor diesem Hintergrund und auch vor dem Hintergrund des gleichzeitig größer werdenden Qualifizierungsdrucks zum anerkannten Sachverständigen oder zur Probenahmestelle in eine Sackgasse läuft. Die Nachwuchsförderung ist aber unerlässlich, damit es auch in Zukunft erfahrene Sachverständige für die Problemlösung rund um die mehr als 75.000 Altlastverdachtsflächen allein in NRW gibt. Ganz abgesehen davon, dass ohne geeigneten Nachwuchs auch die Nachfolgeregelung innerhalb der Unternehmen in der Altlastenberatungsbranche zum Scheitern verurteilt ist. In der Summe bedeutet dies den Verlust von fachspezifischem Know How und Arbeitsplätzen.


IED Richtlinie - Neue Herausforderung für Anlagenbetreiber
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Anfang 2013 ist es soweit. Unternehmen, die BImSch - Anlagen betreiben, werden im Falle einer wesentlichen Änderung oder Neuaufnahme des Anlagenbetriebes als Bestandteil der Antragsunterlagen auch einen Ausgangszustandsbericht über den Boden und das Grundwasser auf dem Gelände der Anlage vorlegen müssen. Derzeit sind verschiedene Institutionen mit der Erarbeitung von Standards für eine bundeseinheitliche Vorgehensweise bei der Erkundung und der Bewertung beschäftigt. Insbesondere eine von der LABO in Aussicht gestellte Empfehlung wird Chancen auf eine offizielle Einführung in den Vollzug durch die Umweltministerkonferenz haben. Spannend wird insbesondere die Frage der Wiederherstellung des Ausgangszustandes nach Stilllegung der Anlage sein, wenn es während des Anlagenbetriebes zu erheblichen Boden- oder Grundwasserverschmutzungen gekommen ist. Hier ist  den betroffenen Unternehmen anzuraten, sich möglichst frühzeitig den fachlichen Sachverstand ins Haus zu holen.


Mediationsgesetz - Fachkunde gefragt
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Das für 2011 angekündigte Mediationsgesetz wird aller Voraussicht nach die Zahl der gerichtlichen Mediationsverfahren deutlich erhöhen. Neben der reinen Vermittlertätigkeit des Mediators ist bei Umweltfragestellungen sicher auch die notwendige Fachkunde für ein erfolgreiches Mediationsverfahren unverzichtbar. Da der vorliegende Gesetzesentwurf zur Aus- und Fortbildung eines Mediators eher unkonkret bleibt, ist die Anregung des DIHK zu unterstützen, in Anlehnung an die öffentliche Bestellung von Sachverständigen qualifizierte und besonders vertrauenswürdige Mediatoren zu registrieren.


Geothermiebohrungen nie ohne Geologen
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Die Erschliessung geothermischer Energieressourcen ist häufig mit dem Abteufen von Bohrungen bis in knapp 100 m Tiefe verbunden. Bei so langen Bohrstrecken können geologische und hydrogeologische Eigenschaften des Untergrundes für den Erfolg oder Misserfolg des Vorhabens entscheidend sein. Beispielsweise kann es darauf ankommen, bereits im Vorfeld der Bohrung hydraulische Trennschichten zu erkennen, deren Sperrwirkung zwischen zwei Aquiferen unbedingt wieder hergestellt werden muss. Bei Vorhaben in Ballungsräumen sind oftmals konkurrierende Grundwassernutzungen oder eine Vorbelastung des Grundwassers mit Schadstoffen bereits im Planungsprozess zu beachten. Nur so können Auflagen in der wasserrechtlichen Erlaubnis vermieden werden, die die Gesamtwirtschaftlichkeit der geothermischen Energiegewinnung in Frage stellen würden. Bei der Ausführung ist schlussendlich die Verdämmung der Erdsonden im Bohrloch, die letztendlich den Wärmeübergang vom Grundwasser auf das Wärmetransportmittel gewährleistet, der alles entscheidende Vorgang, der bei mangelhafter Ausführung dazu führt, dass die prognostizierte Wärmeleistung der geothermischen Anlage nicht erreicht wird. Die Beteiligung eines hydrogeologischen Sachverständigen mit Erfahrung in der Errichtung geothermischer Anlagen am Planungs-, Entscheidungs- und Ausführungsprozess ist deshalb unabdingbar und erhöht die Erfolgschancen für eine dauerhafte Nutzung der geothermischen Energieressourcen.

AKTUELLES

Gaswerksstandort belastet Grundwasser mit Blausäure
Ein relativ kleiner Gaswerksstandort ist die Quelle für erhebliche Konzentrationen an leicht freisetzbaren Cyaniden von mehr als 400 µg/l im Grundwasser. Es muss aufgrund der vorherrschenden Milieubedingungen davon ausgegenagen werden, dass hauptsächlich Blausäure und freie Cyanidionen vorliegen. Diese toxischen Stoffe bedingen eine Nutzungseinschränkung für das Grundwassers. Die kleinräumige Schadstoffquelle konnte nur durch den Einsatz von direct - push - Linersondierungen  eingegrenzt werden, durch die eine nur wenige Zentimeter mächtige Imprägnationszone mit Cyaniden sichtbar wurde.

Bodenschutzgutachten für Windparkprojekt

Fragestellungen des vorsorgenden Bodenschutzes erlangen einen immer höheren Stellenwert bei der Errichtung von Windparks. Mit einem Bodenschutzgutachten lieferte CONZEPT einen Fachbeitrag im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für ein Windparkprojekt mit acht Windkraftanlagen. Dabei wurden u. a. Aspekte der Verdichtungs- und Verschmutzungsempfindlichkeit der Böden, der schonenden Aufmietung von Aushubböden sowie der technischen und bauzeitlichen Gestaltung der Bodeneingriffe betrachtet. 

Ursachenforschung und Sanierungsmöglichkeiten für Cyanide im Grundwasser
Im innerstädtischen Bereich einer nordrheinwestfälischen Großstadt treten erhöhte Cyanidkonzentrationen auf. CONZEPT wurde von der zuständigen Bodenschutzbehörde damit beauftragt, die Herkunft der Cyanide zu klären und auf der Grundlage von umfangreichen Felduntersuchungen mögliche Sanierungsszenarien zu entwicklen. Dabei kommen Direct-Push-Techniken sowie Isotopenuntersuchungen und dreidimensionale  Multiparametermessungen im Grundwasser zur Anwendung.

Verbesserter Hochwasserschutz durch Optimierung der Vergetationstragschichten auf Deichen
Steile Deichböschungen sind bei unzureichendem Bewuchs besonders rutschungsgefährdet und stellen dann ein potenzielles Hochwasserrisiko dar. Der Deichaufbau an sich und die falsche Auswahl der Unter- und Andeckböden stellen oftmals die Ursachen für Minderbewuchs und das Abrutschen von Böschungsabschnitten dar. Durch umfangreiche bodenkundliche Untersuchungen konnte CONZEPT für einen betroffenen Deichverband Empfehlungen für die Auswahl geeigneter Andeckböden und Ansaatmischungen erarbeiten.

Doppelter Umweltnutzen - Verwertung belasteter Böden als Dammbaumaterial für Regenrückhaltebecken
Auf dem historisch gewachsenen Gelände eines internationalen Glasproduzenten fallen bei der Entflechtung des Mischwasserkanals mit Schwermetallen und organischen Inhaltsstoffen belastete Böden an. Im Einvernehmen mit der zuständigen Bezirksregierung konnte eine externe Verwertung oder Beseitigung dieser Böden vermieden werden. Auf der Grundlage einer von CONZEPT vorgelegten Planung für eine qualifizierte Oberflächenabdichtung konnten die Aushubmassen vor Ort in ein Dammbauwerk des sowieso erforderlichen Regenrückhaltebeckens eingebaut werden. Der durch eine Kunststoffdichtungsbahn zur Oberfläche abgedichtete Damm ist nun dauerhaft gegen den Zutritt von Oberflächenwasser geschützt, so dass von den belasteten Böden auf absehbare Zeit keine Umweltauswirkungen ausgehen. Durch die Verwertung vor Ort anfallender Böden als Dammbaumaterial konnten deutliche Kosteneinsparungen im Rahmen des etwa 5 Mio. € umfassenden Baubudgets erzielt werden.


 

Verhältnismäßigkeitsprüfung für Grundwassersanierungsmaßnahmen
In einem von international tätigen Unternehmen genutzen Industriegebiet liegt eine komplexe, aus mehreren Quellen gespeiste Grundwasserverunreinigung durch LHKW vor. Das Grundwasser und die Bodenluft wurden seit den 1990er Jahren durch verschiedene Einzelmaßnahmen teilsaniert. Seit dem Jahr 2002 wird vor dem Hintergrund verschiedener für verbindlich erklärter Sanierungspläne das standortübergreifend verunreinigte Grundwasser in gemeinsamer Aktion mehrerer Pflichtiger mit Pump & Treat - Maßnahmen behandelt. CONZEPT hat nun die Aufgabe, durch eine Aufbereitung der vorliegenden Daten eine Verhältnismäßigkeitsprüfung durch die zuständige Behörde vorzubereiten und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen zu formulieren.

 

Bodenmanagementsystem zur innerbetrieblichen Abfallverwertung
Ein international tätiges Industrieunternehmen beauftragte CONZEPT mit dem Aufbau eines Bodenmanagementsystems. An einem Standort anfallender Bodenaushub aus verschiedenen Baumaßnahmen soll im Rahmen einer wasserrechtlichen Erlaubnis vor Ort als Baustoff verwertet werden. Zur Dokumentation von Herkunft, Qualität und Einbauort der Abfälle werden im Bodenmanagementsystem detailliert Angaben gemacht, so dass die zuständige Behörde jederzeit ihre Kontrollfunktion ausüben kann.

 

Sickerwasserminimierung durch Waldoptimierung
Bestandteil eines Sanierungskonzeptes für eine alte Haus- und Gewerbemülldeponie ist die Minimierung der Sickerwasserrate durch Optimierung der Interzeptionsleistung des aufstehenden Waldes. CONZEPT wurde mit der Erkundung der bodenkundlichen Standortverhältnisse und der Erarbeitung eines Konzeptes für einen gezielten Waldumbau beauftragt. Durch Maßnahmenkombinationen scheint eine bis zu 70%ige Reduzierung des Sickerwasseranfalls möglich zu sein.

 

Beweissicherungsverfahren bei Brückenneubau in Rheinland-Pfalz
Bei der Herstellung einer Fundametgrube wurden bis dahin unbekannte Altablagerungen aufgefunden. Ihre Auskofferung und Entsorgung erzeugt für den Maßnahmenträger hohe zusätzliche Kosten. Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist Herr Jansen für die Beweissicherung der angetroffenen Abfälle und die Ermittlung ihrer Herkunft hinzugezogen worden. Ziel ist es, den Handlungsstörer ausfindig zu machen.

 

Schiedsgutachter bei Grundstücksgeschäft
Herr Jansen wurde zum Schiedsgutachter im Rahmen eines Grundstücksgeschäftes zwischen einer städtischen Grundstücksgesellschaft und einem Kommunalverband bestellt. Es galt zu bewerten, ob auf dem über 50 ha großen Grundstück Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen vorliegen. Die besondere Vertrauensstellung und die damit verbundene Verantwortung eines Schiedsgutachters stellt hohe Anforderungen an die Interpretation der gewonnenen Untersuchungsergebnisse und den daraus abgeleiteten Schiedsspruch.

 

Schadstoffcocktail im Bachwasser?
Sprengstoffverbindungen, Heterozyklen, PAK und Cyanide sind Schadstoffe, die insbesondere im Bachwasser in einem Naturschutzgebiet unerwünscht sind. Als Grundlage von Renaturierungs- und Entwässerungsplanungen werden von CONZEPT ein geohydraulisches Standortkonzept sowie Strategien zur Schadstoffverminderung unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit im Rahmen des vorgesehenen Kanalbaus entwickelt.

CONZEPT schließt forensische Altlastenbearbeitung ab
Mit der Methodik der multiplen Beweisführung hat CONZEPT die forensischen Untersuchungen zur zeitlichen Eingrenzung eines LHKW-Schadens im Grundwasser nun erfolgreich abgeschlossen. Durch Zeitzeugenbefragungen, hydraulische Schadstoffausbreitungsrechnungen, Isotopenuntersuchungen an Kohlenstoff- und Chloratomen sowie durch zeitliche Zuordnung isotopischer Fingerprints ist es gelungen, den wahrscheinlichen Eintragszeitraum der Schadstoffe einzugrenzen.